BARGERVEEN

Vor nicht einmal 1000 Jahren waren die Niederlande größtenteils von rund einer Millionen Hektar Hochmoor bedeckt. Von diesem “braunen Gold” ist weniger als ein Prozent übrig geblieben. Abseits gelegen, ist dieser Überrest nicht in die Abtorfung gelangt und nun eines der unberührtesten und einzigartigsten Naturgebiete des Landes. Hier findet man eine der wenigen Stellen an denen noch lebendes Hochmoor wächst. In den Niederlanden kommen ausschließlich hier, auf einer meterdicken weichen Matratze aus Hochmoor der Langblättrige Sonnentau und das Schöne Torfmoos vor. Das Bargerveen ist in drei Felder unterteilt: den Meerstalblok im Norden, das Amsterdamsche Veld in der Mitte und das Schoonebeeker Veld im Süden.

Anlass

Das Bargerveen ist das einzige Hochmoorgebiet in den Niederlanden, wo noch lebendes Hochmoor vorkommt. Ein Gebiet in dem Torfmoose wachsen und große Bulten formen. Das Wachstum schreitet mit einem Millimeter im Jahr langsam voran. Bei einer Dicke von sechs Metern, schaut man also auf 6000 Jahre Naturgeschichte, aber auch auf eines der ältesten, noch existierenden Ökosysteme. Das Halten von Regenwasser ist hier von großer Bedeutung, da der umliegende abgetorfte Boden ein ganzes Stück tiefer liegt. Aus diesem Grund läuft das Bargerveen langsam leer, das Wasser sickert weg und der Grundwasserstand droht zu niedrig zu werden. Der Moorboden sackt zusammen, das Torfmoos kann nicht mehr wachsen und damit kein neuer Moorboden entstehen. Um dieser Entwicklung vorzubeugen werden drei Pufferzonen angelegt. Dies sind angrenzende Bereiche mit einem höheren Wasserstand, um das abfließende Wasser aufzufangen und zu regulieren. Dadurch bekommt der Grundwasserstand einen Gegendruck und Torfmoos kann wieder wachsen.

NATURA 2000

Das Bargerveen ist eines der wertvollsten Hochmoorgebiete des Landes. Es enthält noch einige kleine unangetastete Hochmoorreste und fällt sowohl unter die Vogelschutz- als auch die FFH-Richtlinie. Seit dem 1. Juni 2016 gehört das Bargerveen auch zum Internationalen Naturpark Moor-Veenland. Es ist der einzige Ort in den Niederlanden wo der Langblättrige Sonnentau noch vorkommt und von großer Bedeutung für Brutvögel wie Neuntöter, Ziegenmelker, Bekassine, Schwarzhalstaucher und Tüpfelsumpfhuhn. Aber auch Wintergäste wie Kornweihe, Zwergschwan und Saatgans lassen sich gerne nieder. Tausende Arten Nachtfalter wurden inzwischen gefunden, wobei die Torfmoor-Wieseneule eine typische Art der Moore ist. Das Bargerveen ist bekannt für seine vitale Population von Schlingnattern und Kreuzottern. Es wimmelt außerdem von Amphibien, wie Moorfrosch und Kleiner Wasserfrosch. Besondere Libellen, wie die Torf-Mosaikjungfer und die Hochmoor-Mosaikjungfer kommen hier vor, ebenso wie der Kleine Würfel-Dickkopffalter und der Braune Feuerfalter.

Geschichte

Seit dem Mittelalter wurde überall in den Niederlanden Torf in Blöcken gestochen und getrocknet. Torf, das “braune Gold” bekam einen hohen wirtschaftlichen Wert. Im abseits gelegenen Bargerveen wurde der Torfabbau erst gegen Ende des 19. Jhd. aufgenommen, endete aber auch spät im Jahre 1992. Zu der Zeit hatte die Steinkohle bereits die Rolle als Brennstoff übernommen. Der Torf wurde dann in erster Linie als Substrat genutzt. Allerdings hat das Gebiet auch später noch Brennstoff geliefert: Zunächst war es Torf, dann Erdöl und nun wird Erdgas gefördert.

Torfabbau

Nach dem Torfabbau kamen die Menschen von nah und fern, nicht selten auf der Flucht vor dem Gesetz, der Kirche oder der Armut. Im Moor wurde nicht nach der Herkunft oder Abstammung gefragt. Wer innerhalb eines Tages eine Plaggenhütte bauen konnte, durfte bleiben. Die Spuren dieser Zeit sind noch immer gut zu sehen und zu erleben. Es gibt Zeichen des kleinräumigen manuellen, aber auch des großformatigen industriellen Torfabbaus. Diverse alte Siedlungsplätze sind verblieben, ebenso wie die typische Parzellierung der Buchweizenbrandkultur, die in vielen anderen Moorgebieten bereits verschwunden ist.

Bargerveen


Het project Bargerveen-Schoonebeek is een grenzeloze samenwerking waarin drie waterbuffers worden gerealiseerd om het unieke en kwetsbare hoogveengebied Bargerveen zeker te stellen. Door het combineren van functies van natuur, landbouw en wonen worden de buffers in economische zin in hun kracht gezet, waarin ruimte is voor beleving, bedrijvigheid en Natuurlijk Naoberschap.

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Wat we doen en vooral ook waarom we het doen in het Bargerveen even kort maar krachtig uitgelegd.

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